Drei Studienkollegen an der Stanford University entwickelten eine App für Fotos, die nach dem Versenden wieder verschwinden. Einer der drei wurde später aus dem Unternehmen gedrängt - und mit einer Millionenzahlung zum Schweigen gebracht.
Von „Picaboo“ zu Snapchat
Evan Spiegel, Bobby Murphy und Reggie Brown gründeten Snap Inc. am 16. September 2011. Alle drei waren Studenten und Verbindungsbrüder an der Stanford University: Spiegel studierte Produktdesign, Murphy war Programmierer, Brown studierte Englisch. Die Idee kam im April 2011 von Brown, der Spiegel von einer App erzählte, bei der versendete Fotos automatisch wieder verschwinden. Im Juli 2011 launchten sie eine erste Version unter dem Namen „Picaboo“, die später zu Snapchat wurde.
Ein Streit unter Verbindungsbrüdern
Kurz nach dem Start eskalierte der Konflikt zwischen den Gründern: Nach einem angespannten Telefonat änderten Spiegel und Murphy die Passwörter zu Snapchats Accounts und Servern und drängten Brown aus dem Unternehmen. 2013 verklagte Brown Snap mit der Begründung, er sei aus einem Unternehmen gedrängt worden, das er mitgegründet hatte. Der Fall endete 2014 mit einer zunächst unter Verschluss gehaltenen Vergleichszahlung, die erst 2017 im Zuge einer SEC-Meldung mit 157,5 Millionen US-Dollar beziffert wurde.
Vom Uni-Projekt zum Börsenunternehmen
Trotz des Rechtsstreits um die Gründung wuchs Snapchat zu einer der prägenden Social-Media-Plattformen der 2010er-Jahre und ging später als Snap Inc. an die Börse.
Häufige Fragen zu den Snapchat-Gründern
Wer hat Snapchat gegründet?
Evan Spiegel, Bobby Murphy und Reggie Brown gründeten Snap Inc. am 16. September 2011 als Studenten an der Stanford University.
Wie hieß Snapchat ursprünglich?
„Picaboo“ - unter diesem Namen launchte die App im Juli 2011, bevor sie zu Snapchat wurde.
Was geschah mit Mitgründer Reggie Brown?
Spiegel und Murphy drängten ihn nach einem Streit aus dem Unternehmen. Brown verklagte Snap 2013 und erhielt 2014 eine Vergleichszahlung, die 2017 mit 157,5 Millionen US-Dollar beziffert wurde.