Shpock Gründer - Katharina Klausberger, Armin Strbac
Schibsted übernahm 2015 die Mehrheit an Shpock bei einer Bewertung von rund 190 Millionen Euro; sechs Jahre später musste die Flohmarkt-App wieder verkauft werden, weil die Wettbewerbsbehörden Adevintas Kauf des eBay-Kleinanzeigengeschäfts nur mit Auflagen zuließen. Käufer wurde Russmedia Equity Partners aus Vorarlberg.
Von Finderly zum Flohmarkt auf dem Handy
Armin Strbac, Katharina Klausberger und Stefan Fleig gründeten das Unternehmen zunächst als Finderly. Nach einem Kurswechsel wurde daraus Shpock, eine mobile Alternative zu eBay und ähnlichen Plattformen. 2015 erwarb der norwegische Medienkonzern Schibsted nach Trending Topics eine Mehrheit bei einer Bewertung von rund 190 Millionen Euro. 2018 folgte eine große Entlassungswelle. Später ging Shpock im börsennotierten Anzeigenkonzern Adevinta auf.
Der Verkauf an Russmedia
Adevinta wollte das Kleinanzeigengeschäft von eBay übernehmen. Die britische Wettbewerbsbehörde CMA und die österreichische Bundeswettbewerbsbehörde sahen eine zu starke Marktkonzentration, deshalb musste Adevinta Gumtree, Motors.co.uk und Shpock abgeben. Am 27. April 2021 meldete Trending Topics, dass Russmedia Equity Partners, der Beteiligungsarm der Vorarlberger Mediengruppe Russmedia mit Sitz in Liechtenstein, als Käufer vorgesehen ist. Die CMA hatte die Zusagen vorläufig als wirksam beurteilt, die Anmeldung in Österreich stand noch aus. Der Kaufpreis wurde nicht genannt.
Was Russmedia 2021 übernahm
Die Übernahme wurde am 2. Juni 2021 offiziell verkündet; über den Kaufpreis vereinbarten die Parteien Stillschweigen. Für den Exit 2015 an Schibsted wird ein unbestätigter Preis von rund 200 Millionen Euro genannt. brutkasten nennt aus der Mitteilung weitere Zahlen: Shpock wurde 2012 von Katharina Klausberger und Armin Strbac gegründet, die App kam 2015 auf den Markt und wurde seither rund 52 Millionen Mal heruntergeladen; im Vereinigten Königreich liefen 2019 rund 26 Millionen Inserate über die App, 92 Prozent der Nutzer kamen mobil. Käufer Russmedia Equity Partners mit Sitz in Schaan, Liechtenstein, hielt 19 Beteiligungen in sechs Ländern, darunter Bergfex, Erento und Alpinresorts. Managing Partner Nicola Szekely sagte, das Shpock-Team habe im Vereinigten Königreich bereits eine glaubwürdige Position erreicht; für Österreich wolle man das Angebot für heimische Kunden rasch mit dem Team prüfen.
Häufige Fragen zu den Shpock-Gründern
Wer hat Shpock gegründet?
Armin Strbac, Katharina Klausberger und Stefan Fleig, ursprünglich als Finderly.
Wer hat Shpock gekauft?
2015 übernahm Schibsted eine Mehrheit, 2021 war Russmedia Equity Partners als Käufer von Adevinta vorgesehen.
Warum musste Adevinta Shpock verkaufen?
Wegen der geplanten Übernahme des eBay-Kleinanzeigengeschäfts verlangten die Wettbewerbsbehörden den Verkauf von Gumtree, Motors.co.uk und Shpock.
Was war Shpock wert?
Bei der Übernahme 2015 rund 190 Millionen Euro. Der Preis von 2021 wurde nicht genannt.
Wie oft wurde Shpock heruntergeladen?
Seit dem Start 2015 rund 52 Millionen Mal, Stand Juni 2021.
Wem gehört Shpock?
Seit 2021 Russmedia Equity Partners aus Liechtenstein, nachdem Adevinta die App wegen der eBay-Kleinanzeigen-Übernahme abgeben musste.
Weitere Gründerporträts
- eBay Gründer - Pierre Omidyar
- mySugr Gründer - Frank Westermann, Gerald Stangl, Fredrik Debong, Michael Forisch
- Runtastic Gründer - Florian Gschwandtner, Alfred Luger, René Giretzlehner, Christian Kaar
- Refurbed Gründer - Peter Windischhofer, Kilian Kaminski, Jürgen Riedl
- TourRadar Gründer - Travis Pittman, Shawn Pittman