Ein Lautsprecher, dünner als zwei Millimeter und kürzer als sieben Millimeter, entstand aus zwei Schreibtischen und leeren Blättern Papier im Grazer Science Park. Heute steckt die Technologie in Kopfhörern und Wearables weltweit.
Aus der Halbleiterbranche in die eigene Firma
Ferruccio Bottoni, Andrea Rusconi Clerici und Jörg Schönbacher gründeten USound 2014 in Graz. Alle drei hatten zuvor gemeinsam bei Sensordynamics gearbeitet, einem steirischen Halbleiterhersteller, der 2011 vom US-Konzern Maxim Integrated übernommen wurde.
MEMS-Lautsprecher als Nische
USound entwickelt sogenannte MEMS-Lautsprecher - winzige, auf Mikrochip-Technologie basierende Schallwandler für In-Ear- und Over-Ear-Kopfhörer sowie Wearables. Die Miniaturisierung ist der zentrale Wettbewerbsvorteil: Wo klassische Lautsprecher-Spulen eine gewisse Baugröße benötigen, kommt die MEMS-Technologie mit einem Bruchteil des Platzes aus.
Von Graz nach Shenzhen
Das Unternehmen hat mittlerweile mehrere Finanzierungsrunden abgeschlossen, darunter eine über 30 Millionen US-Dollar, und beschäftigt über 55 Mitarbeitende an den vier Standorten Graz, Wien, San Francisco und Shenzhen. Mehr als 500 Patente untermauern den Anspruch, in der Nische der miniaturisierten Audiotechnik technologisch führend zu sein.
Häufige Fragen zu den USound-Gründern
Wer hat USound gegründet?
Ferruccio Bottoni, Andrea Rusconi Clerici und Jörg Schönbacher gründeten USound 2014 in Graz. Alle drei arbeiteten zuvor gemeinsam beim Halbleiterhersteller Sensordynamics.
Was ist ein MEMS-Lautsprecher?
Ein extrem miniaturisierter Lautsprecher auf Basis von Mikrochip-Technologie, weniger als zwei Millimeter dick, der vor allem in In-Ear-Kopfhörern und Wearables zum Einsatz kommt.
Wie groß ist USound heute?
Über 55 Mitarbeitende an den vier Standorten Graz, Wien, San Francisco und Shenzhen, mit mehr als 500 Patenten.