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whatchado Gründer - Ali Mahlodji

zuletzt aktualisiert am 7. November 2026 2 Min. Lesezeit

Über vierzig Jobs probierte Ali Mahlodji aus, bevor er eine Plattform baute, auf der andere Menschen von ihren Berufswegen erzählen. 2011 ging sie online, 2018 verließ er sie - und heute verkauft sie etwas anderes, als er sich vorgestellt hatte.

Vom Flüchtlingsheim zur eigenen Plattform

Ali Mahlodji wurde 1981 in Teheran geboren. Als er zwei Jahre alt war, floh die Familie über die Türkei nach Österreich, die Eltern hatten gegen das Regime demonstriert. Er wuchs zunächst im Flüchtlingslager Traiskirchen auf, später in Wien-Simmering.

Mit 13, als sich seine Eltern scheiden ließen, begann er zu stottern. Er brach die Schule ab, holte über die Abendschule eine Informatikausbildung nach und stieg in einem IT-Unternehmen rasch zur Führungskraft auf. Davor und danach: mehr als vierzig verschiedene Jobs.

Lebensgeschichten statt Berufsbilder

whatchado entstand aus dem Wunsch, genau diese Wege zu sammeln und öffentlich zu machen. Am 23. Juni 2011 ging die Plattform online: Berufstätige erzählten in kurzen Videos, wie sie zu ihrem Job gekommen waren, samt Umwegen und Abbrüchen.

Bis 2018 kamen so rund 6.000 Berufsporträts zusammen, das Unternehmen beschäftigte etwa 50 Leute. 2016 hatte eine Finanzierungsrunde 2,5 Millionen Euro gebracht, unter den Geldgebern Hansi Hansmann und Hilde Umdasch.

Wie Mahlodji seine eigene Gründung verließ

Die Geschäftsführung übernahm 2015 Jubin Honarfar, Mahlodji wurde Chief Storytelling Officer und vertrat die Marke nach außen.

Ende 2018 zog er sich auch daraus zurück und behielt 14 Prozent der Anteile. Seine Begründung: Man müsse erkennen, wann es Zeit sei weiterzuziehen, „damit das eigene Baby die nächste Entwicklungsstufe erreicht“. Seither arbeitet er als EU-Jugendbotschafter, Vortragender und Autor. Geschäftsführer der whatchado GmbH ist laut Impressum weiterhin Jubin Honarfar.

Was aus der Plattform geworden ist

Auftritt und Angebot richten sich inzwischen an Unternehmen, Agenturen und Medienhäuser: Stellenanzeigen werden automatisch in kurze Videoclips für soziale Netzwerke umgewandelt, Kampagnen beginnen bei 590 Euro je Kanal. Das Unternehmen nennt mehr als 500 Kundinnen und Kunden.

Aus der Sammlung von Lebensgeschichten ist ein Werkzeug für Personalmarketing geworden.

Häufige Fragen zu whatchado

Wer hat whatchado gegründet?

Ali Mahlodji, der 1981 in Teheran geboren wurde, als Kleinkind nach Österreich floh und über vierzig verschiedene Jobs ausprobierte. Die Plattform ging am 23. Juni 2011 online.

Ist Ali Mahlodji noch bei whatchado?

Nicht operativ. Die Geschäftsführung übernahm 2015 Jubin Honarfar, Mahlodji war bis Ende 2018 Chief Storytelling Officer und hielt danach noch 14 Prozent der Anteile.

Was macht whatchado heute?

Das Unternehmen wandelt Stellenanzeigen in kurze Videoclips für soziale Netzwerke um und verkauft diese Kampagnen an Unternehmen, Agenturen und Medienhäuser. Die ursprüngliche Idee, Berufswege von Menschen zu erzählen, ist darin als Form erhalten geblieben.

Was macht Ali Mahlodji heute?

Er arbeitet als EU-Jugendbotschafter, Vortragender und Autor.

Wem gehört whatchado?

Mahlodji behielt nach seinem Rückzug 14 Prozent der Anteile. Geschäftsführer ist laut Impressum Jubin Honarfar.

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