300 Skibrillen aus China, verkauft binnen zwei Monaten: So begann ein Salzburger Startup, das entstand, weil drei Studenten in Singapur über die Preise für Skibrillen fluchten - und daraus ein Geschäft machten, statt weiter zu jammern.
Die Idee entstand in Singapur
Philipp Scholler, Florian Pflanzl und Christoph Fink waren 2013 gemeinsam als Studenten in Singapur, weit weg von jeder Skipiste. Ausgerechnet dort ärgerten sie sich über die hohen Preise für gute Skibrillen zu Hause - ein Ärger, der bei den meisten Menschen folgenlos bleibt, bei den dreien aber zur Geschäftsidee wurde.
Alle drei sind begeisterte Wintersportler. Ihr Ziel war unkompliziert: hochwertige, vielseitig einsetzbare Ski- und Sportbrillen zu einem fairen Preis anbieten.
Erste Bestellung in zwei Monaten ausverkauft
Noch 2013 ließen sie 300 Brillen nach eigenen Vorgaben in China fertigen. Die erste Bestellung war innerhalb von zwei Monaten ausverkauft - ein schneller Beweis dafür, dass die Preislücke, die sie in Singapur entdeckt hatten, real war.
Der Trick hinter dem günstigeren Preis liegt im Vertriebsweg: Naked Optics verkauft direkt online statt über den stationären Sporthandel und kommt damit auf 60 bis 80 Euro pro Brille - etwa die Hälfte vergleichbarer Modelle etablierter Marken. 2019 waren es bereits 10.000 verkaufte Stück im Jahr.
Wechselgläser statt Neukauf
Technisch setzt Naked Optics auf ein Wechselsystem namens SnapTech: Die Gläser lassen sich binnen weniger Sekunden austauschen, um sich an wechselnde Licht- und Wetterbedingungen anzupassen, ohne eine zweite Brille kaufen zu müssen. Zum Winter 2020/21 brachten die Gründer eine Skibrille auf den Markt, die teilweise aus biologischem Kunststoff gefertigt ist - ein frühes Zeichen für nachhaltigere Produktion in einem Marktsegment, das traditionell wenig darauf achtet.
Während der Corona-Pandemie erweiterte das Salzburger Unternehmen sein Sortiment um eine praktische Antwort auf ein akutes Problem: einen 3D-gedruckten Maskenclip, der sich am Brillenband befestigen lässt und das Tragen einer FFP2-Maske unter der Skibrille erleichtert, ohne dass sich die Bügel hinter den Ohren verbiegen oder die Gläser beschlagen.
Häufige Fragen zu den Naked-Optics-Gründern
Wer hat Naked Optics gegründet?
Philipp Scholler, Florian Pflanzl und Christoph Fink, drei Studenten, die 2013 während eines Auslandsaufenthalts in Singapur die Idee entwickelten. Noch im selben Jahr verkauften sie die erste Bestellung von 300 Skibrillen.
Warum sind die Brillen günstiger als andere Marken?
Naked Optics verkauft direkt online statt über den stationären Handel und kommt damit auf 60 bis 80 Euro pro Brille - rund die Hälfte vergleichbarer Modelle etablierter Hersteller.
Was ist das SnapTech-System?
Ein Wechselsystem, mit dem sich die Gläser der Skibrille binnen Sekunden austauschen lassen, um sie an wechselnde Wetter- und Lichtbedingungen anzupassen.