Ein müder Morgen nach einer durchzechten Nacht, ein Freund, der Mate-Tee aus Argentinien mitbrachte, und über zehn Jahre Rezeptur-Tüftelei: So entstand ein Bio-Eistee, der heute in Kärnten produziert wird und dessen Gründer bis heute eine 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich praktizieren.
Zwei Studienkollegen aus Kapfenberg
Michael Wihan und Jan Karlsson lernten sich am ersten Tag ihres Studiums an der FH Joanneum in Kapfenberg kennen. Aus dieser Begegnung wurde eine jahrelange Zusammenarbeit, die erst zu einem Getränk und dann zu einem Unternehmen führte.
Die Idee entstand nicht am Reißbrett
Die Ursprungsgeschichte ist unprätentiös: Nach einer durchzechten Nacht wollte Michael etwas Belebendes entwickeln. Jan hatte von einer Argentinien-Reise Mate-Tee mitgebracht, das „grüne Gold“ Südamerikas mit natürlichem Koffeingehalt. Michael begann daraufhin mit der Rezeptur zu experimentieren.
Dieser Prozess dauerte über zehn Jahre und kostete tausende Arbeitsstunden, bis das Getränk 2012 seine endgültige Form fand. Für ein Konsumgüterprodukt ist das eine ungewöhnlich lange Entwicklungszeit - die meisten Getränkestartups bringen ihr erstes Produkt binnen Monaten auf den Markt, nicht nach einem Jahrzehnt Tüfteln.
Was in der Flasche steckt
MAKAvA ist ein Eistee auf Basis von Mate-Tee, verfeinert mit Saft sonnengereifter Zitronen, einer Note Holunderblüte und Bio-Rübenzucker aus dem Marchfeld. Bei jedem Liter kommen rund elf Gramm echte Teeblätter zum Einsatz - etwa doppelt so viel wie bei konventionellen Eistees.
Produziert wird das Getränk nicht am Firmensitz in Graz, sondern beim Familienbetrieb APO Fruchtsäfte im kärntnerischen Millstatt, mit frischem Quellwasser aus der eigenen Quelle. Seit Anfang 2019 ist der gesamte konsumierte MAKAvA-Bestand nach eigenen Angaben CO₂-neutral gestellt.
30 Stunden statt 40
Am Firmensitz in Graz beschäftigt das Unternehmen zehn Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Beide Gründer sind bis heute als Geschäftsführer aktiv und haben sich einer ungewöhnlichen Unternehmenskultur verschrieben: flache Hierarchien und, seit 2015, eine 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich - Jahre bevor die Vier-Tage-Woche zum breit diskutierten Thema in der österreichischen Wirtschaft wurde.
Der Leitsatz, mit dem sich das Unternehmen selbst beschreibt, passt dazu: „Wir träumen von einer fairen und chilligen Welt.“ Kein Businessplan-Sprech, sondern die Sprache zweier Gründer, die ihr Produkt zuerst für sich selbst entwickelt haben.
Häufige Fragen zu den MAKAvA-Gründern
Wer hat MAKAvA gegründet?
Michael Wihan und Jan Karlsson, die sich am ersten Studientag an der FH Joanneum in Kapfenberg kennenlernten. Das Unternehmen mit Sitz in Graz wurde 2012 eingetragen, nachdem die Rezeptur über zehn Jahre entwickelt worden war.
Was ist MAKAvA?
Ein Bio-Eistee auf Basis von Mate-Tee mit Zitrone, Holunderblüte und Bio-Rübenzucker. Produziert wird er beim Familienbetrieb APO Fruchtsäfte in Millstatt, Kärnten.
Was ist an der Unternehmenskultur von MAKAvA besonders?
Seit 2015 gilt eine 30-Stunden-Woche bei vollem Lohnausgleich für die zehn Beschäftigten am Standort Graz. Beide Gründer sind weiterhin als Geschäftsführer aktiv.