Finanzplan für ein Startup - so wird es gemacht!

Ein Finanzplan ist ein zentraler Bestandteil des Businessplans und übersetzt die Geschäftsidee in Zahlen: geplante Einnahmen und Ausgaben, Cashflow- und Gewinnprognosen sowie die Finanzierungsstrategie des Unternehmens.

Banken und Förderstellen verlangen den Finanzplan als Nachweis, dass hinter der Idee eine belastbare Kalkulation steht - ohne ihn ist weder ein Bankkredit noch ein Förderantrag bei aws oder FFG realistisch. Zu den zentralen Finanzkennzahlen gehören Umsatz, Gewinn, Cashflow, Eigenkapitalquote und die wichtigsten Verbindlichkeiten.

Finanzplan für ein Startup erstellen

Ein Finanzplan für ein Startup besteht in der Regel aus vier Bausteinen:

  1. Umsatzprognose auf Basis einer Marktanalyse - realistisch meist in einem konservativen, einem realistischen und einem optimistischen Szenario gerechnet.
  2. Kostenplan mit allen fixen und variablen Ausgaben, von Personal- über Miet- bis zu Anlagekosten.
  3. Liquiditätsplan, der Cashflow und Gewinn über die ersten 12 bis 36 Monate abbildet - gerade in der Anlaufphase oft der entscheidende Engpass, da Ausgaben meist vor den ersten nennenswerten Einnahmen anfallen.
  4. Finanzierungsplan, der Eigenkapital, Fremdkapital (etwa über einen Bankkredit) und mögliche Förderungen zusammenführt und aufzeigt, wie der Kapitalbedarf gedeckt wird.

Der Finanzplan ist kein einmaliges Dokument: Da sich Annahmen zu Umsatz und Kosten in der Gründungsphase erfahrungsgemäß am stärksten von der Realität unterscheiden, lohnt sich ein Soll-Ist-Vergleich in den ersten Monaten, um frühzeitig nachzusteuern.