- Vielfalt an Optionen: Österreich bietet eine breite Palette an Finanzierungsmöglichkeiten, die weit über den klassischen Bankkredit hinausgehen. Jede hat spezifische Vor- und Nachteile.
- Gute Vorbereitung ist entscheidend: Ein detaillierter Finanz- und Businessplan ist die Basis für fast jede erfolgreiche Finanzierung. Er überzeugt Geldgeber von Ihrem Vorhaben.
- Staatliche Förderungen nutzen: Der Staat Österreich unterstützt Privatpersonen und Unternehmen mit zahlreichen Förderungen, Zuschüssen und Haftungen. Eine frühzeitige Recherche ist hier Gold wert.
- Risiko und Kontrolle abwägen: Moderne Finanzierungsformen wie Crowdinvesting oder Venture Capital bieten hohe Chancen, sind aber oft mit einem höheren Risiko oder der Abgabe von Unternehmensanteilen verbunden.
- Bonität ist Trumpf: Besonders bei Krediten ist eine gute Bonität, die in Österreich maßgeblich vom KSV (Kreditschutzverband) bewertet wird, unerlässlich für günstige Konditionen.
Der klassische Bankkredit: Sicherheit und Planbarkeit
Der Weg zur Hausbank ist für viele Österreicherinnen und Österreicher der erste Gedanke, wenn Kapital benötigt wird. Der klassische Bankkredit ist die wohl bekannteste und am weitesten verbreitete Finanzierungsform. Seine große Stärke liegt in der hohen Planbarkeit und Sicherheit für beide Seiten. Ob für den Kauf einer Immobilie (Wohnbaukredit), die Anschaffung eines neuen Autos (Autokredit) oder zur freien Verwendung (Konsum- oder Ratenkredit) – die Mechanismen sind bewährt.
Die Bonitätsprüfung als Herzstück
Bevor eine Bank Geld verleiht, führt sie eine genaue Bonitätsprüfung durch. In Österreich spielt dabei die Auskunft des KSV (Kreditschutzverband von 1870) eine zentrale Rolle. Der KSV sammelt Daten zum Zahlungsverhalten von Privatpersonen und Unternehmen. Ein positiver KSV-Auszug, ein regelmäßiges Einkommen und ein solider Haushaltsplan sind die Eintrittskarten für einen Kredit. Die Bank will sichergehen, dass Sie in der Lage sind, die monatlichen Raten über die gesamte Laufzeit zuverlässig zu bedienen. Fehlende Sicherheiten oder ein negativer KSV-Eintrag können zu einer Ablehnung oder deutlich schlechteren Konditionen führen.
Fixe oder variable Zinsen?
Ein entscheidender Punkt ist die Wahl der Verzinsung. Fixzinskredite bieten eine gleichbleibende Rate über einen vereinbarten Zeitraum. Das schafft maximale Planungssicherheit, da Sie vor Zinsanstiegen geschützt sind. Variable Zinskredite orientieren sich an einem Referenzzinssatz (z.B. dem EURIBOR) und können daher im Laufe der Zeit steigen oder fallen. Sie sind oft zu Beginn günstiger, bergen aber das Risiko steigender Raten in der Zukunft. Die Wahl hängt stark von der persönlichen Risikobereitschaft und der aktuellen Marktlage ab.
Förderungen und staatliche Zuschüsse: Das Geld vom Staat nutzen
Österreich verfügt über ein ausgezeichnetes System an öffentlichen Förderungen, das oft ungenutztes Potenzial birgt. Sowohl für Privatpersonen, etwa beim Hausbau oder der Sanierung, als auch für Unternehmen gibt es unzählige Töpfe. Diese „Geschenke“ oder Vergünstigungen vom Staat sollten in keinem Finanzierungsmix fehlen, da sie die Eigenkapitalquote stärken und die Gesamtbelastung erheblich senken können.
Wichtige Anlaufstellen in Österreich
Zentrale Institutionen für Unternehmensförderungen sind das aws (Austria Wirtschaftsservice) und die FFG (Österreichische Forschungsförderungsgesellschaft). Das aws bietet beispielsweise Gründungsboni, Haftungen für Kredite (wodurch Banken eher bereit sind, Geld zu leihen) und Zuschüsse für Investitionen. Die FFG konzentriert sich auf die Förderung von Forschung, Entwicklung und Innovation. Für Privatpersonen sind die Wohnbauförderungen der einzelnen Bundesländer eine essenzielle Unterstützung beim Schaffen von Eigenheim. Es lohnt sich, die spezifischen Angebote des eigenen Bundeslandes genau zu prüfen.
Formen der Unterstützung
Förderungen gibt es in verschiedenen Formen:
- Nicht rückzahlbare Zuschüsse: Das ist die attraktivste Form – Geld, das Sie erhalten und nicht zurückzahlen müssen.
- Geförderte Kredite: Hier erhalten Sie einen Kredit zu deutlich günstigeren Zinsen als am freien Markt.
- Haftungen und Garantien: Der Staat bürgt gegenüber der Bank für einen Teil Ihres Kredits. Dies reduziert das Risiko für die Bank und erleichtert die Kreditvergabe.
Der Schlüssel zum Erfolg liegt in der frühzeitigen und sorgfältigen Antragstellung. Viele Förderungen müssen beantragt werden, bevor das Projekt gestartet wird. Eine professionelle Beratung kann hier den entscheidenden Unterschied machen.
Crowdfunding & Crowdinvesting: Die Kraft der vielen
Das Internet hat völlig neue Finanzierungsformen ermöglicht, die auf der kollektiven Kraft vieler Einzelpersonen – der „Crowd“ – basieren. Man unterscheidet hier primär zwischen Crowdfunding und Crowdinvesting. Beide Modelle gewinnen auch in Österreich rasant an Popularität und bieten eine spannende Alternative zu traditionellen Wegen.
Crowdfunding: Unterstützung für Projekte und Produkte
Beim klassischen Crowdfunding finanzieren viele Menschen ein bestimmtes Projekt, oft aus den Bereichen Kunst, Kultur, Soziales oder Technik. Als Gegenleistung erhalten die Unterstützer meist kein Geld, sondern symbolische oder materielle Dankeschöns. Das kann eine namentliche Erwähnung, das fertige Produkt (z.B. ein Buch oder ein technisches Gadget) oder ein exklusives Erlebnis sein. Der große Vorteil für den Projektstarter ist nicht nur das Kapital, sondern auch der immense Marketingeffekt und die Validierung der Idee am Markt. Wenn viele Menschen bereit sind, für eine Idee zu zahlen, ist das ein starkes Signal.
Crowdinvesting: Die Crowd als Unternehmensbeteiligte
Beim Crowdinvesting (in Österreich auch „Schwarmfinanzierung“ genannt) geht es um ein handfestes Investment. Die Geldgeber stellen einem Unternehmen, meist einem Startup, Kapital zur Verfügung und erhalten im Gegenzug eine finanzielle Beteiligung. Dies geschieht oft in Form eines qualifizierten Nachrangdarlehens. Das bedeutet, die Anleger werden am Gewinn des Unternehmens beteiligt und erhalten am Ende der Laufzeit ihr Geld zurück – sofern das Unternehmen erfolgreich ist. Das große Risiko liegt im Wort „Nachrang“: Geht das Unternehmen pleite, werden zuerst alle anderen Gläubiger (z.B. Banken) bedient. Für die Anleger besteht ein Totalverlustrisiko. Für Unternehmen ist es eine Chance, schnell an Kapital zu kommen, ohne Banken oder große Einzelinvestoren überzeugen zu müssen.
Business Angels & Venture Capital: Kapital für wachstumsstarke Ideen
Für junge Unternehmen mit hohem Wachstumspotenzial, insbesondere im Technologie- und Digitalbereich, sind Business Angels und Venture Capital (VC) oft der entscheidende Treibstoff. Diese Finanzierungsformen gehen weit über die reine Bereitstellung von Geld hinaus. Es handelt sich um „smart money“ – Kapital, das mit wertvollem Know-how und einem starken Netzwerk verbunden ist.
Business Angels: Die erfahrenen Mentoren
Business Angels sind in der Regel vermögende, erfahrene Unternehmer oder Manager, die ihr eigenes Geld in junge, vielversprechende Firmen investieren. Im Gegenzug für ihr Kapital erhalten sie Unternehmensanteile. Ihr Engagement ist aber meist nicht nur finanzieller Natur. Sie bringen ihre Expertise, ihre Branchenkenntnisse und ihr Kontaktnetzwerk aktiv ein, um dem Startup zum Erfolg zu verhelfen. Sie agieren als Mentor und strategischer Partner. Die Suche nach dem passenden Business Angel ist wie die Suche nach einem Geschäftspartner – die Chemie muss stimmen.
Venture Capital: Institutionelle Wachstumstreiber
Venture-Capital-Gesellschaften sind institutionelle Fonds, die das Geld von Anlegern bündeln und gezielt in ein Portfolio von Startups investieren. Die investierten Summen sind hier meist deutlich höher als bei Business Angels. VC-Fonds steigen typischerweise in einer etwas späteren Phase ein, wenn das Startup bereits erste Erfolge („proof of concept“) vorweisen kann und nun stark skalieren möchte. Das Ziel eines VC-Investors ist es, die Unternehmensanteile nach einigen Jahren mit hohem Gewinn zu verkaufen, meist durch einen Börsengang (IPO) oder den Verkauf an ein größeres Unternehmen. Im Gegenzug für das hohe Risiko erwarten sie eine überdurchschnittliche Rendite und nehmen oft auch Einfluss auf strategische Entscheidungen.
Leasing: Nutzen statt besitzen
Das Prinzip des Leasings ist einfach und doch genial: Statt einen Gegenstand teuer zu kaufen, zahlt man eine monatliche Gebühr für dessen Nutzung. Am Ende der Vertragslaufzeit gibt man den Gegenstand zurück, tauscht ihn gegen ein neues Modell oder kauft ihn zum Restwert. In Österreich ist Leasing besonders im Kfz-Bereich bei Privatpersonen und Unternehmen extrem populär, aber auch für Maschinen, IT-Ausstattung oder sogar ganze Industrieanlagen ist es eine gängige Finanzierungsform.
Finanzierungsleasing versus Operating Leasing
Man unterscheidet hauptsächlich zwei Arten. Beim Finanzierungsleasing ist der Leasingnehmer wirtschaftlich fast wie ein Eigentümer zu sehen. Die Laufzeit deckt einen Großteil der Nutzungsdauer ab, und oft gibt es eine Kaufoption am Ende. Das Risiko (z.B. für Reparaturen) liegt meist beim Leasingnehmer. Beim Operating Leasing steht die kurz- bis mittelfristige Nutzung im Vordergrund. Es ähnelt eher einer Miete. Die Verträge sind flexibler, und oft sind Service- und Wartungspakete inkludiert. Diese Form ist ideal für Güter, die schnell veralten, wie z.B. Laptops oder Drucker.
Die Vorteile auf einen Blick
Leasing schont die Liquidität, da die hohe Anfangsinvestition des Kaufs entfällt. Das Eigenkapital bleibt frei für andere wichtige Ausgaben. Für Unternehmen bietet es zudem steuerliche Vorteile, da die Leasingraten sofort als Betriebsausgaben abgesetzt werden können. Ein weiterer Pluspunkt ist die Planungssicherheit durch feste monatliche Raten und der Zugang zu stets moderner Technologie, ohne sich um den späteren Wiederverkauf kümmern zu müssen. Allerdings sind die Gesamtkosten über die Laufzeit oft höher als bei einem direkten Kauf.
Private Kredite und Peer-to-Peer (P2P) Lending: Der direkte Weg
Nicht immer muss der Weg zum Kapital über eine Institution wie eine Bank oder einen Fonds führen. Finanzierungen aus dem privaten Umfeld oder über spezialisierte Online-Plattformen können eine flexible und unbürokratische Alternative darstellen. Sie basieren auf dem direkten Vertrauensverhältnis zwischen Geldgeber und Geldnehmer.
Geld von Familie und Freunden
Ein Kredit von Verwandten oder Freunden ist oft die schnellste und zinsgünstigste Option. Die Basis ist Vertrauen, doch genau hier liegt auch die größte Gefahr. Um Missverständnisse und Streitigkeiten zu vermeiden, ist ein schriftlicher Kreditvertrag unerlässlich. Auch wenn es sich sperrig anfühlt: Halten Sie die Kreditsumme, die Laufzeit, die Höhe der Raten und die Zinsen (auch wenn es 0 % sind) schriftlich fest. Definieren Sie auch klar, was im Falle eines Zahlungsausfalls passiert. Dies schützt nicht nur die finanzielle, sondern auch die persönliche Beziehung. Eine faire Verzinsung, die sich am Marktniveau orientiert, ist oft ein Zeichen des Respekts gegenüber dem Geldgeber.
Peer-to-Peer (P2P) Plattformen
P2P-Lending-Plattformen bringen als digitale Vermittler private Anleger (Peers), die ihr Geld anlegen möchten, mit Privatpersonen oder Unternehmen zusammen, die einen Kredit suchen. Der gesamte Prozess von der Anfrage über die Bonitätsprüfung bis zur Abwicklung läuft online ab. Für Kreditnehmer kann dies eine Chance sein, auch dann eine Finanzierung zu erhalten, wenn Banken bereits abgelehnt haben. Die Zinsen richten sich oft nach der Bonität des Suchenden. Für Anleger bieten P2P-Kredite die Möglichkeit auf attraktive Renditen, die über denen von klassischen Sparprodukten liegen. Allerdings tragen sie auch hier das volle Ausfallrisiko, falls der Kreditnehmer nicht mehr zahlen kann.
Die richtige Finanzierungsform wählen: Eine strategische Entscheidung
Die Fülle an Möglichkeiten kann überwältigend sein. Die Wahl der passenden Finanzierung ist jedoch keine Bauchentscheidung, sondern eine der wichtigsten strategischen Weichenstellungen für Ihr Vorhaben. Eine falsche Wahl kann teuer werden oder ein Projekt sogar zum Scheitern bringen. Um die richtige Entscheidung zu treffen, sollten Sie Ihr Vorhaben anhand mehrerer Kriterien analysieren.
Die entscheidenden Faktoren
- Kapitalbedarf und Zweck: Wie viel Geld benötigen Sie wofür? Für eine kleine Anschaffung reicht ein Ratenkredit, für die Gründung eines Tech-Unternehmens ist vielleicht Venture Capital nötig.
- Zeitdruck: Wie schnell muss das Geld verfügbar sein? Ein Kredit von Freunden ist schneller arrangiert als eine staatliche Förderung.
- Risikobereitschaft: Wie viel Risiko können und wollen Sie tragen? Ein Fixzinskredit ist sicher, Crowdinvesting birgt das Totalverlustrisiko.
- Kontrolle: Sind Sie bereit, für Kapital Mitspracherechte oder Anteile an Ihrem Unternehmen abzugeben? Dies ist die Kernfrage bei Business Angels und VC.
- Phase des Vorhabens: Befinden Sie sich in der Ideenphase, in der Gründungsphase oder in einer Wachstumsphase? Jede Phase hat passende Finanzierungsinstrumente.
Vergleich der Finanzierungsformen
Die folgende Tabelle gibt einen vereinfachten Überblick, um die grundlegenden Unterschiede zu verdeutlichen:
Finanzierungsform | Hauptvorteil | Hauptnachteil | Ideal für |
---|---|---|---|
Bankkredit | Hohe Planbarkeit, Sicherheit | Strenge Bonitätsprüfung, wenig flexibel | Immobilienkauf, größere Anschaffungen |
Förderung | Günstiges/geschenktes Geld | Hoher bürokratischer Aufwand | Gründungen, Innovation, Sanierung |
Crowdinvesting | Marketingeffekt, bankenunabhängig | Hohes Risiko, keine Garantie auf Erfolg | Startups, kreative Projekte |
Venture Capital | Große Summen, Netzwerk, Know-how | Abgabe von Anteilen und Kontrolle | Skalierbare, wachstumsstarke Startups |
Leasing | Schont Liquidität, moderne Ausstattung | Kein Eigentumserwerb, oft teurer | Fahrzeuge, Maschinen, IT-Hardware |
Der Finanzierungsplan: Ihr Fahrplan zum Kapital
Egal, für welchen Weg Sie sich entscheiden: Ohne einen soliden Plan wird es schwer. Ein durchdachter Finanzierungsplan ist kein lästiges Übel, sondern Ihr wichtigstes Werkzeug, um Geldgeber zu überzeugen. Er zeigt, dass Sie Ihr Vorhaben verstanden haben, die Zahlen kennen und realistisch planen. Er ist die Übersetzung Ihrer Idee in die Sprache des Geldes.
Die drei Säulen des Finanzplans
Ein guter Finanzplan für Unternehmen steht auf drei wesentlichen Säulen, die auch für private Großprojekte sinngemäß gelten:
- Kapitalbedarfsplan: Hier listen Sie detailliert auf, wofür genau Sie wie viel Geld benötigen. Unterscheiden Sie zwischen Gründungskosten (z.B. Notar, Genehmigungen), Investitionen (z.B. Maschinen, Büroausstattung) und laufenden Betriebsmitteln für die ersten Monate (z.B. Miete, Gehälter, Marketing).
- Liquiditätsplan: Dies ist die vielleicht wichtigste Planung. Sie stellen alle erwarteten Einzahlungen und alle geplanten Auszahlungen für jeden Monat gegenüber. Das Ziel ist zu zeigen, dass Sie jederzeit zahlungsfähig („liquide“) sind. Ein Mangel an Liquidität ist einer der häufigsten Gründe für das Scheitern junger Unternehmen.
- Rentabilitätsvorschau: Hier prognostizieren Sie, wann und wie Ihr Unternehmen Gewinn erwirtschaften wird. Sie stellen die erwarteten Umsätze den geplanten Kosten gegenüber. Dies zeigt potenziellen Investoren, wann sie mit einer Rendite rechnen können.
Dieser Plan muss realistisch und nachvollziehbar sein. Argumentieren Sie Ihre Annahmen mit Marktdaten oder ersten Erfahrungen. Scheuen Sie sich nicht, professionelle Hilfe von einem Unternehmens- oder Steuerberater in Anspruch zu nehmen. Diese Investition zahlt sich fast immer aus.
Häufig gestellte Fragen
Was ist die KSV-Auskunft und warum ist sie in Österreich so wichtig?
Die KSV-Auskunft des Kreditschutzverbandes von 1870 ist eine Zusammenstellung von Informationen über das Zahlungsverhalten von Privatpersonen und Unternehmen. Banken und andere Kreditgeber nutzen diese Auskunft standardmäßig, um die Kreditwürdigkeit (Bonität) eines Antragstellers zu beurteilen. Ein „guter KSV“ ohne negative Einträge ist eine Grundvoraussetzung für die meisten Kredite in Österreich.
Kann ich verschiedene Finanzierungsformen kombinieren?
Ja, unbedingt! Ein intelligenter Finanzierungsmix ist oft die beste Lösung. Sie können beispielsweise Eigenkapital mit einem geförderten Kredit und einem klassischen Bankkredit kombinieren. Für Unternehmen kann eine Mischung aus Förderungen, einem Business-Angel-Investment und Leasing die optimale Struktur sein, um Liquidität zu schonen und gleichzeitig zu wachsen.
Wie hoch sind die Zinsen für Kredite in Österreich aktuell?
Die Kreditzinsen sind dynamisch und hängen von der allgemeinen Zinspolitik der Europäischen Zentralbank (EZB), der Kreditart, der Laufzeit und vor allem Ihrer persönlichen Bonität ab. Variable Kredite sind oft an Referenzzinssätze wie den 3-Monats-EURIBOR gekoppelt. Für fixe Zinsen legen die Banken individuelle Aufschläge fest. Ein genauer Vergleich verschiedener Bankangebote ist daher unerlässlich.
Welche Risiken birgt Crowdinvesting für mich als Anleger?
Das Hauptrisiko beim Crowdinvesting ist das Totalverlustrisiko. Da es sich meist um Nachrangdarlehen an junge Unternehmen handelt, erhalten Sie im Falle einer Insolvenz Ihr Geld erst zurück, nachdem alle anderen Gläubiger (Banken, Lieferanten) bedient wurden. Meist bleibt dann nichts mehr übrig. Investieren Sie daher nur Geld, dessen Verlust Sie finanziell verkraften können, und streuen Sie Ihre Investments auf mehrere Projekte.
Brauche ich für eine Förderung immer einen Businessplan?
Für die meisten Unternehmensförderungen, insbesondere wenn es um Gründungen oder größere Investitionsprojekte geht, ist ein detaillierter Business- und Finanzierungsplan absolute Pflicht. Die Förderstellen wollen sehen, dass Ihr Vorhaben durchdacht, wirtschaftlich tragfähig und zukunftsweisend ist. Bei kleineren Zuschüssen, z.B. für eine private Solaranlage, genügt oft ein einfacher Antrag.
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https://www.pexels.com/@energepic-com-27411
Weiterführende Quellen:
- Crowdfunding für österreichische Unternehmen – Ist Crowdfunding in Österreich legal? Mit dem Alternativfinanzierungsgesetz (AltFG) wurde mit 1. September 2015 in Österreich der Grundstein für die breite …… (wko.at)
- Kunst, Kultur & Soziales – Kredit & Finanzierung … Wie zum Beispiel mit dem Bank Austria Sozialpreis, unserem Kulturforum oder unserem Crowdfunding für Kultur- und Kunstprojekte…. (bankaustria.at)
- Crowdfunding-Dienstleister – … Kredite, sonstiges) und der genauen Tätigkeit sowie dem Finanzierungsvolumen ab. Brauchen Plattform oder Projekt einen Kapitalmarktprospekt oder andere …… (fma.gv.at)
- Crowdfunding & Co statt Bankkredit? – Crowdfunding & Co statt Bankkredit? Dr. Martin Schumacher und Mag. (FH) Manuela Wiesinger von der conos gmbh zum Stellenwert alternativer Finanzierungs-Formen …… (oehv.at)
- Crowdfunding, Schwarmfinanzierung, Alternativfinanzierung – wenn … – Aug 30, 2024 … Die FMA informiert über Risiken in der neuen Ausgabe von „Reden wir über Geld!“ Reden wir über Geld. Crowdfunding, Schwarmfinanzierung, …… (fma.gv.at)