Der Weg in die Selbständigkeit ist nicht nur mit einer gehörigen Portion Aufregung, Tatendrang und Nervosität verbunden, sondern auch mit allerlei Aufgaben. Neben den speziell für Österreich typischen bürokratischen Hürden, gilt es das operative Geschäft auf solide Beine zu stellen und der eigenen Unternehmung erstmals Sichtbarkeit am Markt zu verschaffen. Letzteres ist vor allem in der Anfangsphase der Gründung essenziell.
Selbst das beste Angebot wird nicht von allein sichtbar
Ein stationäres Ladengeschäft in bester Innenstadtlage schafft es vielleicht noch aus eigener Kraft, schlicht bedingt durch die Top-Lage, Besucher und potenzielle Kunden anzuziehen. Im Internet funktioniert das nicht, denn das Angebot ist riesig, international und aus Kundensicht ist jede Anlaufstation nur einige wenige Mausklicks entfernt. Gründer müssen daher vom ersten Tag an sichtbar sein, um bereits erste zaghafte Umsätze einzufahren und damit zugleich die Liquidität zu sichern.
Aber selbst wenn die Entscheidung für Online-Marketing schon gefallen ist, gibt es da immer noch diverse Ansatzpunkte und Möglichkeiten. Es geht einerseits darum das vorhandene, meist überschaubare Budget bestmöglich einzusetzen, andererseits auch um die Auswahl und spezifische Nutzung der verschiedenen Kanäle. Die Herausforderungen sind für Gründer also nicht unerheblich, zumal sich selbst auf Kundenseite aktuell viel verändert – beispielsweise durch eine stärker zunehmende Nutzung von KI-Agenten, die für den Einkauf und Buchungen verwendet werden.
Herausforderungen gehören Schritt für Schritt abgearbeitet
Was verkauft oder angeboten werden soll, steht zum Zeitpunkt der Gründung natürlich schon fest. Auch die generelle Ausrichtung, beispielsweise ob nur ein stationäres Geschäft betrieben oder nur ein Online-Auftritt eingesetzt wird, sollte fester Bestandteil des Business-Plans sein.
In der Folge geht es anschließend an die Details und damit auch die wirklich großen Herausforderungen. Diese sind aus Sicht der Gründer im Regelfall:
- ein speziell anfänglich begrenztes Budget, bei dem jeder investierte Euro auch sinnvoll angelegt werden soll
- Zeitmangel, da insbesondere in der Gründungs- und Anfangsphase viel zu tun ist, diverse Routinen aber noch fehlen
- häufig verstehen Gründer zwar ihr eigenes Angebot, es fehlt zugleich aber an umfassendem Marketing-Know-how
- die Konkurrenz hat bereits einen Vorsprung, schließlich ist das Unternehmen des Gründers neu und muss sich eine prominente Stellung erst noch erarbeiten
Solche Herausforderungen sind nicht unlösbar, gehören aber strategisch angegangen. Speziell unerfahrene Gründer, die mit dem operativen Geschäft und bürokratischen Vorgängen sowieso schon alle Hände voll zu tun haben, können sich für ihre Marketingstrategie professionelle Hilfe ins Boot holen. Online Marketing Agenturen wie Suchhelden entwickeln sowohl für Start-ups als auch KMUs und größere Unternehmen maßgeschneiderte, auf die Zielgruppe zugeschnittene Online-Strategien. Das schafft bereits ein solides Fundament, die Experten kümmern sich anschließend aber natürlich auch um die Umsetzung der zuvor festgelegten Strategie.
Das Fundament für digitale Sichtbarkeit schaffen
Natürlich benötigt jeder, der sich versucht im Internet ein eigenes Business aufzubauen, auch eine Webseite. Ob das lediglich eine Marken-Webseite, de facto Online-Visitenkarte oder ein umfangreicher Online-Shop ist, hängt von den eigenen Zielen und sowie dem Angebot des gegründeten Unternehmens ab. Die Webseite selbst ist für den Großteil aller Kunden die erste Anlaufstelle, um mehr über das Unternehmen zu erfahren, kann zugleich aber ebenso zum Umsatztreiber avancieren.
Auf die Webseite selbst gehören hochwertige, individuell erstellte und an die Zielgruppe ausgerichtete Texte, die in eine klare sowie nutzerfreundliche Struktur und ein zur Marke passendes Design eingebettet werden. Eine Mobile-Optimierung ist heutzutage ebenso ein Must-have, denn in nicht wenigen Branchen stammt der Großteil des generierten Traffics schon heute von mobilen Endgeräten wie Smartphones und Tablets. Für die Mobile-Optimierung lassen sich bewährte Technologien wie beispielsweise Responsive Webdesigns nutzen.
Schnelle Ladezeiten, gepaart mit einer sehr hohen Erreichbarkeit, sind ebenso notwendig. Die Erreichbarkeit der Webseite sollte mindestens 99,8 % der Zeit betragen. Hier liegt es an den Gründern, dafür die bestmöglichen Voraussetzungen zu schaffen. Eine Erreichbarkeit von 100 % der Zeit wäre zwar wünschenswert, ist oftmals aber unrealistisch. Das zeigten erst jüngst wieder die weitflächigen Cloudflare-Ausfälle, wodurch ein nicht unwesentlicher Teil des Internets vollständig lahmgelegt wurde.
Parallel dazu braucht es noch ein Google Business Profil, das insbesondere für Unternehmen wichtig ist, die auch lokal Präsenz zeigen möchten. Speziell im Hinblick auf das Profil sollte ebenso von Anfang an eine klare Strategie existieren: Insbesondere dahingehend, wie mit weniger vorteilhaften Kundenbewertungen umgegangen wird. Genauso aber muss eine Strategie vorliegen, wie direkt vom ersten Tag an möglichst viele positive Bewertungen aufgebaut werden. Hierfür könnten Gründer ihren ersten Kunden Anreize bieten – die Bewertungen selbst müssen aber natürlich immer authentisch sein.
Wichtige Marketing-Kanäle für Gründer und deren Start-ups
Online-Marketing unterteilt sich in der Praxis in viele verschiedene Teilbereiche und Kanäle. Nicht alle davon müssen Gründer vom ersten Tag an nutzen. Was sinnvoll ist und zugleich in das Budget passt, gehört vorab festgelegt und klar definiert.
An der Suchmaschinenoptimierung (kurz: SEO) führt typischerweise kein Weg vorbei. Dabei wird die Webseite so optimiert, dass sie in der Folge bei Google und anderen Suchmaschinen sichtbarer wird – zu relevanten und für das Unternehmen wichtigen Suchbegriffen. Die Suchmaschinenoptimierung hat speziell in der Gründungsphase zwei Vorteile: Einerseits wird dadurch die Webseite selbst besser, andererseits kostet der Traffic über Google die Gründer keinen Cent. Das ist ein gewichtiger Unterschied gegenüber beispielsweise Bannerwerbung, wo für jeden Besucher und Klick direkt ein gewisser Geldbetrag anfällt.
Social Media sollten Unternehmen natürlich ergänzend dazu nutzen, insbesondere da sich mittlerweile weite Teile des Internets in die sozialen Netzwerke verlagern. Hierfür müssen Gründer aber nicht unbedingt alle Plattformen nutzen. Speziell wenn die Zeit und das Budget knapp sind, ist eine Vorabauswahl zu treffen.
Für die meisten Unternehmen führt an Instagram kein Weg vorbei, bei einer jüngeren Zielgruppe gilt das ebenso für TikTok. Wer primär im Beratungs-, Dienstleistungs- und B2B-Bereich agiert, muss außerdem noch eine Präsenz bei LinkedIn aufbauen. Facebook könnte als weitere Option im Raum stehen, wenn die Zielgruppe eher einer mittleres oder hohes Alter hat.
Content- und E-Mail-Marketing sind nicht minder wichtig. Content-Marketing verschafft Unternehmen ein „Gesicht“, es macht eine Marke nahbar und hilft Neukunden zu wiederkehrenden Stammkunden zu transformieren. Das Mittel der Wahl sind dafür allen voran Texte und andere digitale Inhalte, die auf die Zielgruppe zugeschnitten und dann in unterschiedlicher Form vermarktet werden. E-Mail- und Newsletter-Marketing ist der symbolische Dinosaurier im Online-Marketing, gilt aber nach wie vor als wichtig. An dieser Stelle ist vor allem auf eine gesetzeskonforme Umsetzung zu achten – zum Beispiel im Hinblick auf Double-Opt-in-Verfahren und DSGVO.
Die Zielgruppe erstmals und dann fortlaufend analysieren
Werbung und Online-Marketing funktioniert dann am besten, wenn beides konsequent auf die Zielgruppe zugeschnitten wird. Die Zielgruppe legen Gründer schon erstmals im Business-Plan fest, anschließend sollte diese vor allem in der Anfangszeit regelmäßig neu geprüft werden. Es könnte durchaus sein, dass neu gegründete Unternehmen vielleicht über eine weitere Zielgruppe stolpern, die zuvor noch gar nicht bedacht wurde. Falls dem so ist, wird die Marketing-Strategie wiederum erweitert beziehungsweise angepasst.
Dafür können sich Gründer Fragen wie diese stellen:
- Wer sind meine idealen Kunden?
- Welche Probleme haben meine möglichen Kunden und wie löse ich diese?
- Wie fühlen sich meine potenziellen Kunden angesprochen und abgeholt?
- Auf welchen Kanälen sind meine Kunden im Internet unterwegs?
Auch bei der Beantwortung dieser Fragen können sich Gründer Unterstützung holen. Das ist manchmal sogar ratsam, denn während Gründer ihr eigenes Unternehmen, die eigenen Produkte und Dienstleistungen, oft zwar sehr gut verstehen, fehlt es manchmal am objektiven Blick. Den können neutrale Dritte mitbringen und so für weitere Impulse sorgen.